podcast university osnabrück – Tag 2 /Conclusio

Etwas verspätet nun noch zum zweiten Tag der „Podcast University“. Im Rahmen des ersten Workshops haben wir in Kleingruppen versucht didaktische und organisatorische Konzeptionen von konkreten Lehrveranstaltungen unter Einbeziehung von Podcasts zu reflektieren und zu konzipieren. Unsere Kleingruppe hat dazu gleich den ersten Tag der laufenden Veranstaltung unter die Lupe genommen und versucht dahingehend Vorschläge fürs nächste Mal zu erarbeiten. Manche der Vorträge könnten doch vorab audiovisuell erstellt werden und vorab den TN als Podcast zur Verfügung stehen, wodurch weniger Zeitdruck durch umfangreiche Vorträge wäre und mehr Zeit für die Diskussion wäre. Vielleicht können so dann auch thematisch ähnliche Vorträge in einer Podiumsdiskussion münden, andere wiederum vertiefend mit dem Publikum diskutiert werden.

Spannend war dann auch noch der Vortrag von Dr. Peter Tischer, Universität des Saarlandes, der Podcasts anstelle von mündlichen Prüfungen an seinem Institut einsetzt. In seinem Vortrag stellte er auch die Vor- bzw. Nachteile von Podcastproduktionen im Vergleich zu mündl. Prüfungen vor. So zeit- und ortsUNabhängig wie oftmals propagiert ist das Arbeiten mit Computern im Netz nun auch nicht. Die Produktion der Prüfungspodcasts fordert von den Studierenden oft mehr Aufwand, ist jedoch auch zumeist motivierender und bietet speziell im Sprachbereich eine Menge Möglichkeiten fokussierter an ein Problem heranzugehen.

Da ich derzeit gerade am Aufbau sowohl der technischen Grundlagen (Online-AV Archiv) als auch an der Implementierung von methodisch-didaktischen Zugängen an der PH Wien arbeite, war die zweitägige Veranstaltung definitv interessant und wichtig. Aufgrund der vorgestellten Konzepte und Projekte zeigten sich auch die Grenzen des Machbaren. Aufzeichnungen von Vorlesungen erfordern im Vergleich zur möglichen didaktischen Nutzung relativ viel personelle und technische Ressourcen, da ohne Sequenzierung und sowohl technischer als auch didaktischer Nachbereitung längere Vorträge kaum auf das Interesse der Studierenden treffen. Die Implementierung eines bereits weit entwickelten Aufzeichnungssystemes wie es an der Uni Osnabrück besteht (siehe dazu die Veranstaltungsaufzeichnungen ) übersteigt die bei uns vorhandenen personellen und technischen Ressourcen.

Es scheint mir empfehlenswert mit seminarbegleitenden Podcastproduktionen zu beginnen und zusätzliche Reihen von thematischen Podcasts zu produzieren. Vorlesungsaufzeichnungen sind daher erst in einem zweiten Schritt anzugehen. Denn alles was nicht mediendidaktisch und auch medientechnisch gut aufbereitet ist, wird letztlich im Datenfriedhof ungenützt begraben. Wichtig erscheint mir auch nicht nur die technischen Grundlagen zu schaffen, sondern gleich auch die Didaktik bei den Lehrenden zu thematisieren.

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