Literatur – Blog – Kinder

Bei meinen Recherchen über Literatur und Kinder bin ich über den „Club der kleinen Dichter gestossen„. Die Idee ist einfach und auch nicht neu, erhält allerdings durch konsequente Umsetzung und kontinuierliche Workshopangebote einigen Zulauf. Eine Plattform (eigentlich mehrere Webs) rund um das Thema Lesen – Schreiben – Kinderbuch. Ausgangspunkt ist „Papierfresserchen“ .

Ziel all der Aktivitäten ist neben der eigenen Erwerbstätigkeit die Lesefreude und Schreibkreativität der Kinder zu steigern – dafür wird einiges an Mitmachaktivitäten und Schreibworkshops angeboten.  Die Online Schreibaktivitäten der Kinder wird durch ein moderiertes Weblog unterstützt. Partzipativ, kostenfrei können hier Kinder ihre Texte veröffentlichen. Weiterere Sammelpunkte für Texte sind offenbar internationale (und nationale?) Schreibwettbewerbe für Kinder und Jugendliche mit hoher Resonanz.

Ein wenig irritierend ist der Urheberrechtshinweis auf der Clubseite und die ebenfalls angeführten Geschäftsbedingungen der Medieninhaber. Hier werden dann Webloginhalte quasi urheberrechtlich vereinnahmt. Inwiefern die Online Texte dann als Bücher verlegt und (ohne Refundierung der Gewinne an die AutorInnen)  vermarktet werden, ist nicht ganz klar nachvollziehbar. Damit rückt das Ganze ein wenig in den Dunstkreis der immer öfter anzutreffenden Geschäftsmodell „Verlag sucht AutorInnen“ (letztlich finanzieren die AutorInnen den Druck der Bücher und auch die Verlagstätigkeit selbst).

Zum Vergleich wäre hier der Verein „Freundeskreis Buchkinder“ angeführt. Da gibts zwar keine Onlineaktivitäten aber allerfeinste Bücher, die von den Kindern selbst produziert werden. Ein Gespräch mit dem Initiator Rulo Lange ist online hier abhörbar.

Jedenfalls widerlegen eine Menge Aktivitäten rund ums Buch, dass das Internet und die digitalisierung das Buch bei Kindern unattraktiv werden lässt. Lesen und das damit zusammenhängende taktile Erlebnis des Umblätterns bleibt auch in der nächsten Generation beliebt.

Advertisements

2 Antworten

  1. Hallo,

    vielleicht wäre es vor dem „Bloggen“ sinnvoll gewesen, einfach einmal Kontakt mit uns aufzunehmen und nähere Informationen über das Gesamtprojekt einzuholen. Wir befinden uns sicherlich nicht im Dunstkreis deren, die sich ihre Arbeit mit Kindern von Kindern bezahlen lassen – und das wäre mit einer einfachen, kurzen Nachfrage (oder genauerem Lesen!) möglich gewesen.

    Beste Grüße Martina Meier

  2. Nun ich habe keinen Kontakt aufgenommen. Allerdings hab ich mich in meinem Blog auch mit der Webperformance und den dort zu entnehmenden Texten auseinandergesetzt – eine Position dazu sollte auch verfassbar sein, ohne gleich Kontakt aufzunehmen (was ich aber noch tun werde).

    Die Urheberrechtshinweise sind auf der Webseitedes Clubs im Impressum und unter Punkt 2 in den Geschäftsbedingungen (siehe http://www.papierfresserchen.de/Allgemeine%20Geschaeftsbedingungen.pdf ) nachlesbar. Diese haben mich in dieser Form irritiert – nicht mehr und nicht weniger. Es ist zu begrüßen, wenn Nutzungsrechte auch klar auf Webseiten kommuniziert werden. Meine Irritation lag nur darin, dass User generated content – die Texte der Kinder-, damit ebenfalls unter diese Nutzungsrechte fällt – ich hätte erwartet, dass es da eine ebenso klare Aussage gibt, dass die Eintragungen der Kinder von den Geschäftbedingungen und dem Urheberrechtsvermerk ausgenommen werden.
    lg
    chb

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: