Von Videoformaten und Codecs

So ganz ohne Technikverständnis ist Videoarbeit nicht machbar. Also wars auch auf dem eben laufenden „Medienatelier“ in Reichenau (15.-18.5.2007) Thema, einen Einblick in die Welt der Formate zu erhalten. Hier ein paar Notizen dazu:
Für die digitale Bearbeitung von Video stehen verschiedene Formate zur Verfügung, die sich in der Qualität und Nutzungsmöglichkeit unterscheiden. Videoaufnahmen müssen im Zuge der digitalen Weiterbearbeitung bzw. – nutzung oftmals in bestimmten Formaten vorliegen. Videos werden daher encodiert um dann in bestimmten Geräten oder am Desktop wieder für die Darstellung decodiert zu werden.

Beispiele für Encoding/Decodierungen:
a) Video wurde mit Videokamera aufgenommen und soll dann per DVD abgespielt werden. (Encodierung 1 – Digitalisierung am Desktop-Schnittplatz. -> Bearbeitung -> Encodierung 2 – Erstellung des für DVD Abspielung passendes Videoformat -> Erstellung der DVD -> Abspielen der DVD: Decoding 2
b) Handy nimmt auf – Video soll dann im Internet online abgespielt werden.

720×576 pixel, 25 Bilder/sec ist Basis für PAL. In Europa werden Videos im PALformat digitalisiert (USA z.B. NTSC) und als solche für die Darstellung im TV wieder ausgegeben.

Je höher die Digitalisierungsrate umso besser ist die Darstellung.

avi-Format ist als Container (beinhaltet die für das Abspielen nötigen Informationsdaten) vorzustellen. Avi Format kann mit verschiedenen Codecs erstellt werden. Der Codec muss dann auch wieder für das Auslesen im Player vorhanden sein.

Verbreitete proprietäre Videoformate: Windows media file (wmf) ist derzeit als gängiger Standard in der Windows Welt lesbar. Quicktime ist bei Apple- UserInnen verbreitet. Realmedia. Für die Nutzung im Internet findet auch Flash Video immer mehr Verbreitung.

Plattformunabhängig: mpeg und ogg

mpeg2 ist für DVD Erstellung Standard-Format. Standalone DVD Player spielen Videos nur dann, wenn die DVDs eine klar definierte Datenstruktur vorweisen. Es ist daher immer ein Ordner „Video_TS“ (enthält alle Daten) und ein Ordner „Audio_TS“ (ist leer) nötig. Die mpeg2 files müssen als *.vob benannt sein, um für standalone DVD Player lesbar zu sein. Bei der Erstellung von DVDs mit gängigen Programmen wie z.B. Nero (windows) oder k3b (linux) wird diese Umbenennung und die Ordnerstruktur (teil-)automatisiert erstellt.

Beim Encodieren sind max. 8 Mio Bit/sec als Rate empfehlenswert, da höhere Raten von vielen DVD Playern nicht fehlerfrei gelesen werden können. Höhere Raten ergeben nur geringe Qualitätssteigerung, jedoch erheblich größeren Speicherplatz.
mpeg 3 (mp3) – Audioformat – vergleichbar als open source Produkt ogg-Format mpeg 4 (Containerformat) entwickelt sich als Standard auch im professionellen Bereich. Dazu ist als Videocodec h.264 (od. AVC) und AAA als Audiocodec empfehlenswert.

Bei mpeg Video wird ein Bild plus die Unterschiede der nächsten 11 Bilder gespeichert. Dadurch ergibt sich hohe Einsparung an Datenmenge.

Für Windowsrechner gibt es als Freeware mit vielen Konvertierungsmöglichkeiten u.a. das Programm“Super“. Download unter anderem hier.

Unter Linux bietet sich k3b an. Näheres ist hier nachzulesen.

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