tun und lassen

Gestern und heute wurde der Media Literacy Award – der SchülerInnenmedienpreis im dschungelwien präsentiert. Neben der Präsentation der PreisträgerInnen gab es auch Vorstellungn von verschiedenen Angeboten zur Unterstützung der schulischen Medienarbeit. In der darauffolgenden Diskussion wurde versucht folgender Frage nachzugehen: Haben die Jugendlichen genug Öffentlichkeit? Klarerweise mußte die Frage mit „nein“ beantwortet werden. Trotz der im Wachsen begriffenen Angebote für open access, trotz der Unterstützungen bei der Produktion, trotz der gestiegenen Medienkompetenz. Eine Vertreterin der Österreichischen Jugendpresse sass mit am Podium. Stück für Stück haben die Jugendlichen da ihre eigene Organisation zur Unterstützung von Schülerzeitungen aufgebaut. Eine Community of Practice. SchülerInnen aus ganz Österrech haben sich zum SchülerInnenparlament zusammengeschlossen (Koordinationsteam sind tatsächlich12- 14-jähige SchülerInnen!!). Webseite, Medienkommunikation, Videodokumentation ist da selbstverständlich

Nur zwei Beispiele aus der wachsenden (Medien)Community. Sie stellen Dieter Baackes Forderung nach Vermittlung von „Medienkompetenz“ auf den Kopf. Die Kinder entwickeln diese Medienkompetenz durch die selbstverständliche Nutzung der Medien. Wir „Alten“ haben da oftmals einen viel behäbigeren Zugang. Gefährlich wirds wenns dann noch „paedagogisiert“ wird. In der oben genannten Diskussion beim media literacy award sagte ein Junge in etwa: “ Die Anliegen der Jugendlichen werden eh nie umgesetzt – wozu sie dann öffentlich machen?“ Frust blickte da durch. Da hilft keine partizipative Anbiederung. Ja es stimmt vermutlich. Trotz wachsender Möglichkeiten und Fähigkeiten sich zu artikulieren, haben Kindr und Jugendliche noch immer eine „Minderheitenrolle“ und keine gesellschaftliche Wertschätzung. Es gilt sie zu „erziehen“ und zu „UNTERrichten“ und wenn sie tun, dann werden sie oftmals nicht gelassen.

„Medienbildung“ hat aus meiner Sicht mit dem Tun und dem Lassen zu tun. Die persönliche Erfahrung, dass Artikulation wahrgenommen wird, schafft Selbstvertrauen und vor allem die Grundlage für eine Gesellschaft, wo Partizipation nicht nur ein Modewort sein könnte.

Aber in Emsdetten/BRD läuft einer Amok und zuvor hat er sich artikuliert. Da uns die Form nicht passte oder wir damit nichts anfangen konnten oder es nicht verstanden -werden die Rufe nach Verbot von Computerspielen laut. Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur hat darauf geantwortet: GMK_Emsdetten

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